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Grundversicherung Schweiz

Grundversicherung Schweiz: Warum die Original-Police der beste Ausgangspunkt für den Krankenkassenvergleich ist

Isabel Jakob
Isabel Jakob


Die Krankenkassenprämien gehören für viele Haushalte in der Schweiz zu den grössten wiederkehrenden Ausgaben. Gleichzeitig verändern sich Prämien, Versicherungsmodelle und persönliche Lebenssituationen im Laufe der Zeit. Ein Vergleich der Grundversicherung kann deshalb sinnvoll sein – aber nur, wenn die Ausgangslage wirklich vergleichbar ist.

Denn in der obligatorischen Grundversicherung sind die gesetzlichen Pflichtleistungen bei allen Krankenversicherern grundsätzlich gleich. Unterschiede bestehen vor allem bei den Prämien, der gewählten Franchise, dem Versicherungsmodell und den Abläufen im Krankheitsfall.

Ein sinnvoller Krankenkassenvergleich sollte deshalb nicht nur die tiefste monatliche Prämie zeigen. Entscheidend ist auch, ob Versicherungsmodell, Franchise und persönliche Situation zusammenpassen. Erst wenn diese Faktoren klar sind, lassen sich verschiedene Angebote nachvollziehbar gegenüberstellen.

Genau hier hilft die bestehende Original-Police: Sie enthält bereits die wichtigsten Informationen zur aktuellen Versicherungssituation. Dadurch wird ein dokumentenbasierter Vergleich möglich, ohne dass zahlreiche Vertragsdaten manuell zusammengesucht oder eingegeben werden müssen.

 


Die Leistungen bleiben gleich, der Weg zur Behandlung nicht

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass günstigere Versicherungsmodelle automatisch schlechtere Leistungen bieten. Das ist bei der obligatorischen Grundversicherung grundsätzlich nicht der Fall.

Die gesetzlichen Pflichtleistungen sind bei allen Krankenversicherern grundsätzlich identisch. Unterschiede bestehen insbesondere bei den Prämien, den Versicherungsmodellen sowie den vertraglich vorgesehenen Abläufen und Versicherungsbedingungen.


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Die Grundversicherung bezahlt nicht automatisch jede medizinisch mögliche Behandlung. Vergütet werden grundsätzlich Leistungen, die wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind. Diese sogenannten WZW-Kriterien sind im KVG verankert und bilden die Grundlage dafür, welche Leistungen von der obligatorischen Grundversicherung übernommen werden. Sie werden auch genutzt, um bestehende oder neue medizinische Leistungen zu prüfen.

Dazu gehören je nach Situation beispielsweise ärztliche Behandlungen, bestimmte Therapien, Medikamente, Spitalaufenthalte oder Operationen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ist unklar, ob eine bestimmte Behandlung von der Grundversicherung übernommen wird, lohnt sich eine Nachfrage bei der Krankenkasse.

Was sich zwischen den Versicherungsmodellen unterscheidet, ist nicht der gesetzliche Leistungsumfang, sondern der Weg zur Behandlung:

  • wie der erste medizinische Kontakt erfolgt,
  • welche Regeln vor einem Arztbesuch gelten,
  • wie Behandlungen koordiniert werden,
  • und welche Versicherungsbedingungen für das gewählte Modell gelten.

Genau deshalb reicht ein reiner Prämienvergleich häufig nicht aus. Entscheidend ist, dass Versicherungsmodell, Franchise und persönliche Situation vergleichbar sind. Erst dann lassen sich unterschiedliche Angebote nachvollziehbar gegenüberstellen.

Bei der Grundversicherung werden vor allem Prämie, Franchise und Versicherungsmodell verglichen. Bei Zusatzversicherungen stehen dagegen die individuellen Leistungen, Aufnahmebedingungen und Versicherungsbedingungen im Vordergrund. Grund- und Zusatzversicherung sollten deshalb getrennt betrachtet werden, da unterschiedliche gesetzliche und vertragliche Regelungen gelten.

Standardmodell: Maximale Freiheit bei der Arztwahl

Das Standardmodell bietet die grösste Flexibilität innerhalb der obligatorischen Grundversicherung. Versicherte können grundsätzlich unter den zugelassenen Leistungserbringern frei wählen, soweit keine besonderen Einschränkungen gelten.

Diese Freiheit hat allerdings ihren Preis. Das Standardmodell gehört häufig zu den teureren Varianten der Grundversicherung.

Das Modell kann insbesondere für Personen interessant sein, die:

  • ihre Arztwahl möglichst frei gestalten möchten,
  • bereits laufende Behandlungen bei verschiedenen Fachärztinnen oder Fachärzten haben,
  • sich möglichst wenig an vorgegebene Abläufe binden möchten.
Hausarztmodell: Persönliche Betreuung mit tieferen Prämien

Beim Hausarztmodell ist eine Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen. Sie beurteilt die Beschwerden und überweist bei Bedarf an Spezialistinnen, Spezialisten oder ins Spital.

Für viele Versicherte entspricht dieses Vorgehen ihrem gewohnten Verhalten. Das Hausarztmodell wird häufig zu tieferen Prämien angeboten als das Standardmodell.

Besonders interessant kann dieses Modell für Personen sein, die:

  • bereits eine vertraute Hausarztpraxis haben,
  • Wert auf persönliche Betreuung legen,
  • regelmässig medizinische Leistungen benötigen oder als Familie eine koordinierte Anlaufstelle schätzen.

Vor einem Wechsel sollte geprüft werden, ob die gewünschte Hausarztpraxis beim jeweiligen Versicherungsmodell zugelassen ist.

HMO-Modell: Koordinierte medizinische Versorgung

Beim HMO-Modell ist die erste Anlaufstelle in der Regel ein Gesundheitszentrum oder eine definierte Gruppenpraxis. Dort arbeiten häufig mehrere Ärztinnen, Ärzte und weitere Fachpersonen zusammen.

Wer dieses Modell wählt, profitiert häufig von tieferen Prämien, muss sich im Krankheitsfall aber grundsätzlich zuerst an die vorgesehene HMO-Anlaufstelle wenden.

Das kann Vorteile haben:

  • mehrere medizinische Fachpersonen an einem Ort
  • koordinierte Behandlungsschritte
  • kurze Wege, besonders in städtischen Regionen
  • klare Abläufe im Krankheitsfall

Das Modell kann besonders interessant sein für Personen, die:

  • eine koordinierte Versorgung schätzen,
  • in der Nähe eines HMO-Zentrums wohnen,
  • keine feste einzelne Hausarztpraxis benötigen,
  • mit klar geregelten Abläufen gut zurechtkommen.

Vor einem Wechsel sollte geprüft werden, welche HMO-Zentren vom jeweiligen Krankenversicherer anerkannt werden.

Telmed-Modell: Erst klären, dann behandeln

Beim Telmed-Modell erfolgt der erste medizinische Kontakt in der Regel telefonisch, per App oder über eine andere vom Versicherer definierte Beratungsstelle. Statt direkt eine Arztpraxis aufzusuchen, wird zuerst abgeklärt, welches Vorgehen medizinisch sinnvoll ist.

Je nach Situation kann daraus folgen:

  • eine Empfehlung zur Selbstbehandlung,
  • ein Termin bei einer Ärztin oder einem Arzt,
  • eine Überweisung an eine geeignete Fachperson,
  • oder – falls nötig – der Hinweis, rasch medizinische Hilfe vor Ort aufzusuchen.

Der Vorteil: Viele Anliegen können schnell eingeordnet werden, ohne dass sofort ein Arzttermin nötig ist. Gleichzeitig ist das Modell klar geregelt: Wer Telmed wählt, muss die vorgesehene Beratungsstelle in der Regel zuerst kontaktieren.

Das Modell kann besonders interessant sein für Personen, die:

  • digitale oder telefonische Abläufe unkompliziert finden,
  • bei gesundheitlichen Fragen zuerst eine Einschätzung wünschen,
  • selten komplexe medizinische Behandlungen benötigen,
  • mit klaren Vorgaben gut zurechtkommen.

Vor einem Wechsel lohnt sich ein Blick in die jeweiligen Modellbedingungen. Je nach Krankenversicherer können sich die Abläufe, Ausnahmen und Pflichten deutlich unterscheiden.

 

 


Weitere Versicherungsmodelle

Das Grundprinzip ist bei den meisten alternativen Versicherungsmodellen ähnlich: Der erste medizinische Kontakt erfolgt über eine definierte Anlaufstelle. Welche Stelle das ist, hängt vom gewählten Versicherungsmodell und den jeweiligen Modellbedingungen ab.

Neben Hausarzt-, HMO- und Telmed-Modellen bieten viele Krankenkassen weitere Varianten an – beispielsweise Apothekenmodelle oder Kombinationen aus Hausarzt-, HMO-, Telmed- und Apothekenmodell. Je nach Versicherer können sich diese Modelle in ihren Abläufen, Ausnahmen und Pflichten unterscheiden.

Der entscheidende Punkt: Bei der Grundversicherung sind die gesetzlichen Pflichtleistungen grundsätzlich gleich. Was sich je nach Modell unterscheidet, ist der Weg zur Behandlung – also ob Du frei zur Ärztin oder zum Arzt gehst, zuerst die Hausarztpraxis kontaktierst, ein HMO-Zentrum aufsuchst, eine Apotheke einbeziehst oder zuerst eine telefonische beziehungsweise digitale Beratung nutzt.


Was sagt das Gesetz dazu?

Das KVG schafft den gesetzlichen Rahmen für besondere Versicherungsformen innerhalb der obligatorischen Grundversicherung. Dabei kann die Wahl der Leistungserbringer eingeschränkt werden, zum Beispiel bei Hausarzt-, HMO-, Telmed- oder Apothekenmodellen.

Die konkreten Modellbezeichnungen sind gesetzlich nicht fest vorgegeben. Wie ein Modell im Alltag funktioniert, wird vom jeweiligen Krankenversicherer im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ausgestaltet.

Deshalb sollte nicht nur der Modellname geprüft werden. Entscheidend ist, welche Anlaufstelle gilt, welche Regeln vorgesehen sind und welche Ausnahmen im gewählten Modell bestehen.


Worauf solltest Du beim Vergleich achten?

Nicht der Modellname ist entscheidend, sondern die konkrete Ausgestaltung. Zwei Modelle können ähnlich heissen, sich im Alltag aber unterschiedlich anfühlen – je nachdem, welche Anlaufstelle gilt, welche Regeln vorgesehen sind und welche Ausnahmen bestehen.

Vor einem Wechsel lohnt es sich deshalb, folgende Fragen zu prüfen:

  • Wer ist meine erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Beschwerden?
  • Welche Abläufe und Versicherungsbedingungen gelten für dieses Modell?
  • Passt das Versicherungsmodell zu meinem Alltag und meinen Bedürfnissen?

Die aktuelle Police hilft bei dieser Einordnung. Sie zeigt insbesondere Versicherungsmodell, Franchise, Prämie, Unfalldeckung sowie bestehende Grund- und Zusatzversicherungen. Für eine genauere Beurteilung können zusätzlich Nachträge, Leistungsübersichten oder Modellbedingungen relevant sein.


Welches Krankenkassenmodell passt zu Dir?

Ein allgemein bestes Versicherungsmodell gibt es nicht. Entscheidend ist, welches Modell zu Deiner Lebenssituation, Deinem gewünschten Behandlungsablauf und Deinem Versicherungsbedarf passt.

Als erste Orientierung können folgende Tendenzen helfen:

 
Wenn Dir wichtig ist… Modell, das häufig geprüft wird
freie Arztwahl und direkter Zugang zu Fachärztinnenund Fachärzten Standardmodell
eine vertraute Hausarztpraxis als erste Anlaufstelle Hausarztmodell
koordinierte Versorgung an einem Ort HMO-Modell
schnelle Erstberatung per Telefon oder App Telmed-Modell


Hinweis:
Diese Übersicht dient ausschliesslich der ersten Orientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung Deiner persönlichen Versicherungssituation. Massgebend sind bei der Grundversicherung die jeweiligen Modellbedingungen beziehungsweise Reglemente des Krankenversicherers.


Was passiert, wenn die Regeln eines Versicherungsmodells nicht eingehalten werden?

Wer sich für ein alternatives Versicherungsmodell entscheidet, erhält häufig tiefere Prämien als im Standardmodell. Dafür gelten im Krankheitsfall bestimmte Regeln. Je nach Modell muss zuerst eine definierte Anlaufstelle kontaktiert werden – zum Beispiel die Hausarztpraxis, ein HMO-Zentrum, eine telefonische oder digitale Beratungsstelle oder eine Apotheke.

Dieses Vorgehen wird oft als Gatekeeper-Prinzip bezeichnet: Die erste Anlaufstelle koordiniert den weiteren Behandlungsweg und entscheidet, ob eine Überweisung oder weitere medizinische Abklärung nötig ist.

Wer diese Modellregeln nicht einhält, muss je nach Modellbedingungen mit Konsequenzen rechnen. Möglich sind zum Beispiel:

  • Kosten werden ganz oder teilweise nicht übernommen,
  • es entstehen zusätzliche Kosten,
  • es erfolgt eine Verwarnung,
  • oder es kommt – sofern vorgesehen – zu einer Umteilung in ein anderes Versicherungsmodell.

Welche Folgen tatsächlich eintreten, hängt vom gewählten Versicherungsmodell und den jeweiligen Modellbedingungen des Krankenversicherers ab.

Ausnahmen gibt es ebenfalls. Dazu gehören je nach Modell beispielsweise Notfälle oder weitere gesetzlich beziehungsweise vertraglich geregelte Situationen. Deshalb lohnt sich vor einem Wechsel ein genauer Blick darauf, welche Regeln und Ausnahmen im Alltag wirklich gelten.


Häufige Fehler bei der Wahl des Versicherungsmodells

Ein häufiger Fehler ist, die tiefste Prämie automatisch als beste Lösung zu sehen. Wer vom Standardmodell in ein Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modell wechselt, spart zwar oft Prämien, entscheidet sich aber gleichzeitig für klarere Abläufe. Je nach Modell muss bei gesundheitlichen Beschwerden zuerst eine bestimmte Anlaufstelle kontaktiert werden.

Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von Versicherungsmodell und Franchise. Das Versicherungsmodell regelt, wie der Zugang zur medizinischen Behandlung organisiert ist. Die Franchise bestimmt, welchen Betrag Du pro Jahr zuerst selbst bezahlst, bevor sich die Krankenkasse an den Kosten beteiligt. Nach Erreichen der Franchise fällt zusätzlich der gesetzliche Selbstbehalt an: Versicherte übernehmen grundsätzlich einen Teil der weiteren Kosten bis zum gesetzlich festgelegten Höchstbetrag.

Beides beeinflusst die Prämie – aber auf unterschiedliche Weise.

Auch bestehende Zusatzversicherungen sollten nicht einfach nebenbei mitlaufen. Bei der Grundversicherung werden vor allem Prämie, Franchise und Versicherungsmodell verglichen. Bei Zusatzversicherungen geht es dagegen um individuelle Leistungen, Aufnahmebedingungen und Versicherungsbedingungen. Deshalb sollten Grund- und Zusatzversicherung getrennt geprüft, aber im Gesamtbild gemeinsam verstanden werden.

Die bessere Frage lautet nicht nur: «Wie viel spare ich?», sondern: «Funktioniert dieses Modell auch dann noch für mich, wenn ich krank bin, schnell Hilfe brauche oder zu einer bestimmten Ärztin oder einem bestimmten Arzt möchte?»

Genau hier zeigt sich oft, ob ein günstigeres Modell wirklich zum Alltag passt.


Warum sich ein Vergleich auf Basis der Original-Police lohnt

Die Prämie ist wichtig – aber sie sollte nicht isoliert betrachtet werden. Vor einem Krankenkassenwechsel lohnt sich deshalb zuerst die Frage: Wie sieht meine heutige Versicherungssituation überhaupt aus?

Aus der Original-Police lassen sich unter anderem erkennen:

  • aktuelles Versicherungsmodell,
  • gewählte Franchise,
  • bestehende Zusatzversicherungen,
  • Unfalldeckung,
  • weitere Vertragsbestandteile.

Zusätzlich können je nach persönlicher Situation weitere Sparmöglichkeiten bestehen – etwa die Sistierung der Unfalldeckung bei ausreichender Unfallversicherung über den Arbeitgeber, die Prüfung einer Prämienverbilligung oder eine Sistierung der Grundversicherung während Militär-, Zivilschutz- oder Zivildienst bei mehr als 60 aufeinanderfolgenden Diensttagen.

Nicht übersehen: Die Prämienverbilligung kann die Krankenkassenprämie spürbar reduzieren. Sie ist kantonal geregelt und hängt von der persönlichen finanziellen Situation ab.



Erst wenn die bestehende Versicherungssituation bekannt ist, lässt sich beurteilen, ob ein anderes Modell, eine andere Franchise oder eine Anpassung sinnvoll sein könnte.

Ein dokumentenbasierter Vergleich verfolgt dabei einen anderen Ansatz als klassische Prämienrechner: Die Original-Police dient als Grundlage, damit Versicherungsmodell, Franchise, Grund- und Zusatzversicherungen sowie weitere Vertragsbestandteile strukturiert dargestellt und möglichen Alternativen gegenübergestellt werden können.

Das kann den manuellen Aufwand reduzieren, Eingabefehler vermeiden und gerade bei Familien, mehreren versicherten Personen oder umfangreicheren Zusatzversicherungen helfen, die bestehende Versicherungssituation besser einzuordnen.


Die vier wichtigsten Fragen vor einem Krankenkassenwechsel

Ein Krankenkassenwechsel beginnt nicht mit der Kündigung, sondern mit der richtigen Frage: Passt Deine aktuelle Versicherung noch zu Deiner heutigen Situation?

Bevor Du einen Wechsel prüfst, lohnt sich deshalb der Blick auf Deine bestehende Original-Police. Sie zeigt, was aktuell versichert ist – zum Beispiel Versicherungsmodell, Franchise, Unfalldeckung, Grund- und Zusatzversicherungen sowie weitere wichtige Vertragsbestandteile.

Folgende vier Fragen helfen Dir bei der ersten Einordnung:

  • Welche Franchise hast Du aktuell gewählt?
  • Welches Versicherungsmodell nutzt Du heute?
  • Welche Zusatzversicherungen bestehen?
  • Passen Deine Versicherungen noch zu Deiner heutigen Lebenssituation?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich beurteilen, ob ein Wechsel, eine andere Franchise oder ein anderes Versicherungsmodell sinnvoll sein könnte.

Genau hier setzt SnapCheck an: Der Vergleich startet auf Basis Deiner bestehenden Original-Police. So müssen wichtige Angaben nicht mühsam zusammengesucht werden. Wenn Du eine passende Alternative gefunden hast, kann der digitale Wechselprozess direkt zur gewünschten Krankenkasse angestossen werden – ohne unnötige Telefonate.


Worauf es bei Krankenkassenmodellen ankommt

Zwischen den Krankenkassenmodellen unterscheiden sich nicht nur die Prämien, sondern vor allem die Abläufe im Krankheitsfall. Deshalb lohnt sich vor einem Wechsel ein genauer Blick auf die Modellbedingungen.

Wichtige Fragen sind:

  • Wer ist die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Beschwerden?
  • Welche Ausnahmen gelten, beispielsweise bei Notfällen oder gynäkologischen Kontrollen?
  • Wie erfolgen Überweisungen?
  • Gibt es regionale Einschränkungen?
  • Welche Regeln gelten beim gewählten Grundversicherungsmodell?

Je nach Modell kann die erste Anlaufstelle eine Hausarztpraxis, ein HMO-Zentrum, eine telefonische oder digitale Beratungsstelle oder in bestimmten Modellen auch eine Apotheke sein.

Wer diese Punkte prüft, kann HMO-, Hausarzt-, Telmed- oder Standardmodell fundierter einordnen und bewusster entscheiden, welches Modell zum eigenen Alltag passt.

 

SnapCheck-Fazit

Die gesetzlichen Leistungen der Grundversicherung sind bei allen Krankenversicherern grundsätzlich identisch. Unterschiede bestehen vor allem bei Prämien, Versicherungsmodellen, Abläufen im Krankheitsfall und Serviceleistungen.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die tiefste Prämie, sondern das Zusammenspiel von Prämie, Versicherungsmodell, Franchise und bestehenden Zusatzversicherungen.

Alternative Versicherungsmodelle werden häufig zu tieferen Prämien angeboten. Ob ein solches Modell wirklich passt, hängt aber davon ab, ob die Modellbedingungen im Alltag eingehalten werden können und ob das Modell zur persönlichen Lebenssituation passt.

Wer die bestehende Versicherungssituation zuerst versteht, kann Alternativen fundierter beurteilen. Genau darin unterscheidet sich ein dokumentenbasierter Policen-Check von einem reinen Prämienvergleich.

Da sich Prämien, Versicherungsmodelle und Lebenssituationen verändern können, lohnt sich eine regelmässige Überprüfung der Original-Police.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Versicherungsberatung. Massgebend sind bei der obligatorischen Grundversicherung insbesondere das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG), die Verordnung über die Krankenversicherung (KVV), die Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) sowie die konkreten Modellbedingungen beziehungsweise Reglemente des Krankenversicherers. Bei Zusatzversicherungen gelten insbesondere das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sowie die jeweiligen Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) des Versicherers.




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