Die Zusatzversicherung ist freiwillig – im Gegensatz zur Grundversicherung (KVG) besteht keine Pflicht zum Abschluss. Sie basiert auf dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und regelt alles, was die obligatorische Krankenkasse nicht deckt.
Versicherer dürfen hier Bedingungen stellen, Prämien frei kalkulieren und sogar Personen ablehnen oder Vorbehalte einsetzen.
Kurz gesagt: Die Zusatzversicherung füllt die Lücken der Grundversicherung – etwa Einzel- oder Halbprivatstatus im Spital, Auslandbehandlungen, Zahnpflege oder alternative Medizin.
| Merkmal | KVG (Grundversicherung) | VVG (Zusatzversicherung) |
|---|---|---|
| Abschlusspflicht | ✅ Ja, obligatorisch | ❌ Nein, freiwillig |
| Aufnahmepflicht | ✅ Ja, für alle | ❌ Nein – Ablehnung möglich |
| Prämienberechnung | Einheitstarife pro Region | Individuell nach Gesundheit & Alter |
| Gesundheitsfragen | ❌ Keine | ✅ Ja – Anzeigepflicht! |
| Leistungsumfang | Gesetzlich definiert | Vertraglich vereinbart (AVB) |
| Vorbehalte möglich? | ❌ Nein | ✅ Ja |
| Kündigung durch Versicherer | ❌ Nicht möglich | ✅ Unter Umständen möglich |
«Wer beim Abschluss falsche Angaben macht, riskiert den Versicherungsschutz – rückwirkend.»
Beim Abschluss müssen sämtliche bekannten Vorerkrankungen, Behandlungen und Beschwerden ehrlich angegeben werden (Art. 4 VVG). Diese Pflicht gilt ab dem Moment der Antragstellung.
Achtung: Wer absichtlich oder fahrlässig etwas verschweigt, riskiert den rückwirkenden Vertragsrücktritt und Leistungsrückforderungen (Art. 6 VVG).
✅ Alle Vorerkrankungen der letzten 5–10 Jahre vollständig angeben.
✅ Laufende Behandlungen und Medikamente erwähnen.
✅ Im Zweifel lieber zu viel angeben als zu wenig.
✅ Vorbehalte akzeptieren – sie schützen vor späterem Vertragsrücktritt.
Versicherer bewerten jeden Antrag individuell. Sie analysieren Risiko, Alter und Gesundheitszustand und entscheiden dann über Annahme, Vorbehalt oder Ablehnung.
✅ Gesundheitsdeklaration: vollständig und widerspruchsfrei?
✅ Vorerkrankungen: bestehen Risiken für zukünftige Kosten?
✅ Alter bei Antragstellung: je früher, desto günstiger für Versicherte.
✅ Arztberichte & Atteste: werden bei unklaren Angaben angefordert.
✅ Schadenshistorie: Vorversicherungen und Leistungsansprüche.
Tipp: Versicherer setzen oft Vorbehalte ein – Alles wird versichert, ausser ein bestimmtes Körperteil oder eine bekannte Erkrankung. Ein Vorbehalt ist besser als eine Ablehnung.
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✅ Früh abschliessen: Wer jung und gesund ist, bekommt die besten Konditionen ohne Vorbehalte.
✅ Vollständig deklarieren: Ehrlichkeit schützt deinen Versicherungsschutz.
✅ AVB lesen: Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen definieren, was wirklich gedeckt ist.
✅ Vergleichen: Leistungen und Prämien variieren stark – ein Vergleich lohnt sich immer.
✅ Vorbehalte prüfen: Was ist ausgeschlossen? Kann ein Vorbehalt nach Jahren aufgehoben werden?
✅ Kündigung beachten: Fristen einhalten – meist 3 Monate vor Vertragsablauf.
✅ Wartezeiten kennen: Viele Versicherungen haben Wartefristen bei gewissen Leistungen.
Gut zu wissen: Bei Uneinigkeit mit dem Versicherer gibt es den Ombudsman der Privatversicherung – eine kostenlose, unabhängige Schlichtungsstelle (om-kv.ch).
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